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Sonntag, 24.03.2013 13:32 Alter: 5 Jahre

Jugend debattiert – zweiter Platz auf Landesebene für Schülerin vom Stefansberg


Ines Sophie Scholtes aus Merchingen setzt sich als jüngste Teilnehmerin des Oberstufenwettbewerbs auf Landesebene durch und vertritt das Saarland beim Bundesfinale in Berlin

Im Rahmen des Wetbewerbs „Jugend debattiert“ stellen Schüler der Klassenstufen 7 bis 13 ihr Können im Führen anspruchsvoller Debatten unter Beweis. Im Landesfinale konnte sich Ines Sophie Scholtes vom Gymnasium am Stefansberg für das Bundesfinale in Berlin qualifizieren.

Am Donnerstag, dem 21.03. fand auf dem Halberg in Saarbrücken der Landesentscheid des renommierten Schülerwettbewerbs „Jugend debattiert“ statt. Dabei treten jeweils die acht Qualifikanten der Regionalwettbewerbe, deren Teilnehmer sich wiederum aus den Schulsiegern zusammensetzen, in zwei weiteren Qualifikationsdebatten gegeneinander an. Die vier Debattanten, die von der Jury am besten bewertet wurden, durften an der Finaldebatte teilnehmen, die vom Saarländischen Rundfunk übertragen wurde. Die Themen der drei Debatten hatten die Teilnehmer der Sekundarstufe I (Klasse 5 – 10) und der Sekundarstufe II (Klasse 10 – 13) bereits einige Wochen vorher am Ende eines Rhetorikseminars erhalten, um sich ausführlich auf die Fragestellung vorzubereiten. Ob man dann die Pro- oder die Contraposition vertreten muss, entscheidet sich erst kurzfristig vor der Debatte.

Die Debatte dauert insgesamt 24 Minuten. Es gibt zwei Pro- und zwei Contraredner, von denen jeder zwei Minuten Zeit für eine Eröffnungsrede hat. Es folgt eine zwölfminütige freie Aussprache, in deren Anschluss jeder Teilnehmer in einer einminütigen Schlussrunde ein Gesamtfazit zieht.

Nachdem die Sekundarstufe I ihre Finaldebatte zum Thema „Soll Sitzenbleiben abgeschafft werden?“ beendet hatte, war die Sekundarstufe II an der Reihe, ihre Debatte in Anwesenheit von Kultusminister Commercon und dem ersten Bundessieger des Wettbewerbes, Dominik Devivier, zu führen. Das Dabattenthema „Soll Erdgasfracking in Deutschland erlaubt werden?“ war sehr komplex und kontrovers und erforderte  ein hohes Maß an Sachkenntnis. Fracking ist eine umstrittene Methode zur Erdgasförderung, die sehr effizient und gewinnbringend ist, aber auch das Erdbebenrisiko erhöht und zu Grundwasserverschmutzung führen kann.

In der Finaldebatte, die sich durch Ausgeglichenheit und ein hohes Niveau in Bezug auf Ausdrucksvermögen und Sachkenntnis aller Debattanten auszeichnete, konnte sich Ines Sophie Scholtes vom Gymnasium am Stefansaberg als Zweitplatzierte für das Bundesfinale in Berlin sowie für die Teilnahme am Landessiegerseminar qualifizieren. Ines wurde von Wolfgang Lorenz betreut, der am Stefansberg-Gymnasium als Lehrer für Geschichte, Politik und Philosophie tätig ist und gleichzeitig als Regionalkoordinator des Wettbewerbs fungiert. Der Erfolg von Ines Sophie Scholtes ist besonders bemerkenswert, weil sie die einzige Zehntklässlerin unter den Regionalsiegern des Oberstufenwettbewerbs war und weil sie als einzige zum ersten Mal bei „Jugend debattiert“ mitgemacht hatte. Sie konnte sich somit gegen Schüler durchsetzen, die sowohl älter als auch erfahrener als sie sind und sie wird im Juni das Gymnasium am Stefansberg als erste Bundesfinalistin der Schule in Berlin vertreten.