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Dienstag, 28.10.2014 10:41 Alter: 3 Jahre

Sieg bei „Exciting Physics“


In diesem Jahr war Saarbrücken vom 29. September bis 01. Oktober Austragungsort des Schülerwettbewerbs „Exciting Physics“ der Deutschen Physikalischen Gesellschaft. Zahlreiche Schülerteams aus ganz Deutschland waren angereist, um ihre selbst gebauten Konstruktionen vorzustellen. Die Veranstalter hatten ungewöhnliche Aufgaben gestellt, die von den Tüftlern kreativ gelöst werden mussten.

Marc Jirmann, Florian Spath und Jasmin Ross aus der Klasse 9e hatten in der Arbeitsgemeinschaft  von Chemielehrer Jürgen Neisius am Wettbewerb „Tauchboot“ teilgenommen. Es ging darum, einen Apparat zu konstruieren, der ohne Fernsteuerung oder Schnüre auf den Grund eines Aquariums absinkt und dann nach ein bis drei Minuten selbstständig wieder auftaucht – egal wie. Das Team vom GaS nahm einen Einweghandschuh und füllte dessen Finger mit Centmünzen, darüber gaben sie 50ml Wasser. In den Daumen kam eine Brausetablette – vom Wasser durch einen Frischhalteclip getrennt. Der Handschuh wurde zugeknotet, der Clip entfernt. Der Apparat sank auf den Grund. Durch die Brausetablette entwickelte sich Kohlendioxidgas, das den Handschuh aufblähte und pünktlich auf die Minute an die Wasseroberfläche hob. „Jasmin ist auf die Idee gekommen, eine Gasentwicklung im Tauchboot als Auftrieb zu nutzen. Den Rest haben sich alle zusammen überlegt und dann mit den in der Chemiesammlung vorhandenen Materialien zusammengebaut“, beschreibt Marc die Entwicklung der Konstruktion. Die Jury vergab einen Sonderpreis im Wert von 100€ für die „genial einfache“ Lösung.

Florian und Jasmin traten auch im Wettbewerb „Enigma 2.0“ an, „weil das Tüfteln an solchen Aufgaben so viel Spaß macht“, erzählt Jasmin. Ziel der Aufgabe war es, eine Methode zu entwickeln, mit deren Hilfe ein beliebiger Text verschlüsselt werden kann, so dass er für andere unlesbar wird. Die beiden entschieden sich für die Kombination zweier unterschiedlicher Methoden: Mit einer unsichtbaren Tinte wurde der Text auf ein Blatt Papier gepinselt und anschließend mit dem Bügeleisen getrocknet. Um ihn wieder sichtbar zu machen, braucht man eine Sprühflasche mit einer weiteren farblosen Chemikalie. Die Schrift wird dann schlagartig mit blauer Farbe sichtbar. Doch das Geheimnis bleibt gewahrt: Die Tüftler haben eine weiter Chiffrierung durch systematische Vertauschung von Buchstaben eingebaut. Für diese „methodische Breite“ ging ein weiterer Sonderpreis in Höhe von 100€ ans Gymnasium am Stefansberg.

Im Wettbewerb „Papierbrücke“ sollte eine möglichst leichte Brücke aus Papier, Bindfaden und Klebstoff gebaut werden, die eine Distanz von einem Meter überspannt und dabei eine Masse von einem Kilogramm tragen kann. Jasmin Ross löste die Aufgabe allein und mit Bravour - allerdings auch mit einer gehörigen Portion Fleiß: „Ich hatte schon drei Brücken gebaut und mehrere Stunden recherchiert, bis ich auf die zündende Idee gekommen bin.“ Der Einsatz hatte sich gelohnt: Jasmins Brücke überstand nicht nur den Härtetest – sie war auch die leichteste aller tauglichen Konstruktionen. Die Jury verlieh ihr den ersten Preis in Höhe von 300€!

Auch in der Tombola waren die Merziger erfolgreich: Marc und Florian gewannen hier jeweils einen Physik-Experimentierkasten. Beim nächsten Wettbewerb will das Dream-Team vom Stefansberg wieder antreten. „Es war ein tolles Erlebnis, vor allem weil man im Vorfeld immer sehr viel Experimentieren muss“, freut sich Marc, stellvertretend für alle, jetzt schon auf den nächsten Einsatz – wen wundert’s?

Foto (von links nach rechts):

Florian Spath, Marc Jirmann, Jasmin Ross; Dr. Axel Carl von der Deutschen Physikalischen Gesellschaft