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Sonntag, 30.10.2016 11:05 Alter: 1 Jahre
Kategorie: Aktuelles

Annalena Zenner - Siegerin im Bundeswettbewerb Geographie


Die Anspannung ist immer noch spürbar, wenn Annalena Zenner vom Bundesfinale des renommierten Geographie-Wettbewerbs „Diercke Wissen“ in Braunschweig erzählt: „Beim Finale war die Aula voll. Der Vorsitzende der Schulgeographen war da, viele Eltern, bei manchen Schülern sind sogar die betreuenden Lehrer extra angereist“, schwärmt die Schülerin des Merziger Gymnasiums am Stefansberg (GaS) von der beeindruckenden Atmosphäre. Der Weg zur Endrunde des größten Geographiewettbewerbs Deutschlands, an dem insgesamt rund 320.00 Schüler teilgenommen haben, war lang. Nach dem Sieg in ihrer Klasse setzte sich die 16-Jährige auch gegen ihre Mitschüler auf Schulebene durch und durfte daher das Gymnasium am Stefansberg auf Landesebene vertreten. Auch dort sicherte sich Annalena den Sieg und qualifizierte sich damit neben den anderen 15 Landessiegern aus ganz Deutschland und dem Sieger der deutschen Schulen im Ausland, der in diesem Jahr aus Versailles kam, für das große Finale. „Unsere Schule hat schon vor zwei Jahren einen Landessieger hervorgebracht. Diesmal hat Annalena mit noch besseren Leistungen den Titel nach Merzig geholt. Das Ticket nach Braunschweig hat sie sich also redlich verdient.“, war Erdkundelehrer Jürgen Neisius sichtlich stolz auf seine Schülerin. Er betreut den Wettbewerb am GaS und weiß Annalenas Leistung daher zu schätzen: „Das Niveau ist sehr anspruchsvoll. Es geht einerseits um Orientierungswissen, also Topographie Deutschlands, Europas und der Welt, andererseits aber auch um allgemeine Geographie wie Vulkanismus, Landwirtschaft oder auch Welthandel.“ Neben einer riesigen Bandbreite schwieriger Fragen erwartete Annalena in Braunschweig aber auch ein echtes Showevent. Der Bundeswettbewerb wurde vom aus dem KIKA bekannten Moderator Andree Pfitzner im Stile einer Quizshow präsentiert. „Zu Beginn haben wir uns vorgestellt und es gab eine Fragerunde“, erzählt Annalena. Hier rieben sich die Zuschauer im Saal überrascht die Augen, denn auf der Bühne stand nur ein Mädchen neben 16 Jungs. Dass sich außer Annalena kein einziges Mädchen fürs Bundesfinale qualifiziert hatte, störte die Schülerin aus Merzig aber nicht – im Gegenteil: „Die Atmosphäre zwischen den Jungs und mir war echt toll. Wir haben uns wirklich gut verstanden.“ Nach einer kurzen Proberunde wurde es dann ernst: Die Schüler mussten jeweils in Vierergruppen gegeneinander antreten, mussten jede ihrer Antworten möglichst schnell in einen Computer eingeben. „Für jede Frage gab’s eine Zeitbegrenzung von 15 bis 30 Sekunden. Während dieser Zeit lief ein akustisches Signal runter, das hat mich noch nervöser gemacht.“, gesteht die 16-Jährige, ließ sich davon aber kaum aus der Ruhe bringen. Mehr Kopfzerbrechen bereitete ihr ein sehr spezielles Thema: „In diesem Jahr ging’s auch um Planeten, damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet. Ich hatte mich gut vorbereitet, hatte mir den Atlas genau angeschaut, mit meinem Lehrer Herr Neisius Prüfungen aus verschiedenen Landeswettbewerben geübt, aber Planeten waren da bisher noch nie vorgekommen.“ Von Runde zu Runde änderten sich die Anforderungen, nach jeder Runde wurde das Teilnehmerfeld kleiner, weil immer mehr Schüler ausschieden. Nach vier Vorrunden und zwei Zwischenrunden stand schließlich ein Quartett in der Finalrunde, aus dem sich Julius Pilz aus Berlin schließlich als Bundessieger feiern lassen konnte. „Ich bin leider schon in der Vorrunde ausgeschieden.“, gesteht Annalena, war am Ende aber nicht allzu enttäuscht: „Die Veranstalter haben mich getröstet und mir gesagt, da ich das einzige Mädchen sei, dass sich überhaupt für den Finalwettbewerb qualifiziert hat, sei ich ja automatisch auch die Beste.“ Insgesamt zieht die Saarländerin ein sehr positives Fazit: „Ich bin froh, dass ich mitgemacht habe. Klar, war ich aufgeregt vor so einem Publikum, aber es hat auch viel Spaß gemacht und war wirklich eine gute Erfahrung für mich.“

Für ihre Leistung beim Bundesfinale der Geographen wird Annalena Zenner am Freitag, den 04. November 2016, im Rahmen der sogenannten Bestenfeier des Gymnasiums am Stafansberg geehrt. Neben ihr werden aber noch viele andere Schüler auf der Bühne stehen, die herausragende Leistungen erbracht haben, sei es im sportlichen, sprachlichen oder musischen Bereich, bei andern Wettbewerben oder im Bereich des sozialen Engagements. Die Feierstunde beginnt um 18.00 Uhr in der Aula des GaS.