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Donnerstag, 03.12.2020 07:49 Alter: 328 Tage

Amélie Daub auf Platz drei im Bundesfinale Fremdsprachenwettbewerb


Auch nach dem besten Abitur im Saarland: Erfolg im Fremdsprachenwettbewerb auf Bundesebene

Amélie Daub vom Gymnasium am Stefansberg auf Platz drei im Bundesfinale

Die 40 besten Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Oberstufenwettbewerbs im Bundeswettbewerb Fremdsprachen trugen kürzlich das Bundesfinale aus – Coronabedingt virtuell. Die einzige Teilnehmerin aus dem Saarland war Amélie Daub vom Stefansberg Gymnasium, die einen hervorragenden dritten Platz erzielte. Damit wiederholte und bestätigte die Abiturientin ihren Erfolg aus dem Vorjahr.

Doch der Reihe nach: Eigentlich hat Amélie Daub schon die Abiturprüfung abgelegt, wie berichtet als beste Abiturientin des Saarlandes. Eigentlich – denn im Bundesfinale trat sie noch als Schülerin des Stefansberg-Gymnasiums an, weil das Bundesfinale den Abschluss der Wettbewerbsrunde 2019/20 darstellt.

Der Wettbewerb begann für die Top-Schülerin aus Merzig bereits im Herbst 2019: In der ersten Runde musste sie ein Video erstellen, in dem sie eine aus ihrer Sicht bedeutende Erfindung und deren Bedeutung beschreiben sollte. Da neben den Fremdsprachen auch das Fach Politik zu Amélies Lieblingsfächern gehört, wählte sie die „Verfassung“ als bedeutende Erfindung und beschrieb und bewertete die Bedeutung der „Constitution“ auf Englisch in einer simulierten Diskussion zwischen zwei Schülerinnen, bei der sie beide Rollen selbst spielte. Mit diesem Video, dessen Entstehung sie dann in Französisch, ihrer zweiten Wettbewerbssprache, beschreiben musste, erreichte sie die zweite Runde. In der zweiten Runde schrieb sie im Januar dann eine mehrstündige Klausur, ebenfalls in Englisch und Französisch, deren Anspruch teilweise deutlich über dem Abiturniveau lag. In dieser Runde schaffte sie den Sprung unter die besten 40 bundesweit und wurde zur Endrunde eingeladen, die in diesem Jahr im September in Köln stattfinden sollte. Schließlich wurde die Präsenzveranstaltung abgesagt und das Finale fand virtuell per Videokonferenz statt. In Einzel- und Gruppengesprächen, die sich über zwei Tage verteilten, mussten die Teilnehmer ihr sprachliches Können und ihre sprachliche Flexibilität unter Beweis stellen. Aufgrund des Online-Formates liefder Wettbewerb etwas anders ab als in den Vorjahren: So konnte Amélie Spanisch als 3. Sprache nicht einbringenund eine Gruppenaufgabe, die sonst fester Bestandteil der Finalrunde ist, entfiel. Die Themen, die Amélie ausgewählt hatte, waren für Englisch die Präsidentschaftswahl in den USA und für Französisch die Deutsch-Französischen Beziehungen. Am Ende der Finalrunde wurde die Merziger Schülerin mit einem dritten Preis ausgezeichnet.

Für Schulleiter Albert Ehl ist diese Auszeichnung besonders hoch einzuschätzen: Zum einen, weil es nur sehr selten gelingt, in diesem sehr anspruchsvollen Wettbewerb ins Bundesfinale vorzudringen: „Amélie war die erste Schülerin unserer Schule, die dies geschafft hat – und das bereits zum zweiten Mal in Folge. Zudem war sie in diesem Jahr die einzige Finalteilnehmerin aus dem Saarland.“ Zum anderen hebt der Schulleiter, der als Amélies Englischlehrer die Schülerin auch in der Vorbereitung begleitet hat, hervor, dassdie meisten der Konkurrenten entweder Muttersprachler in einer der Wettbewerbssprachen sind oder längere Zeit im jeweiligen Ausland gelebt haben. Amélie hat ihre Sprachkenntnisse „nur“ in der Schule gelernt, ohne längere Auslandsaufenthalte. Umso höher ist dieser Erfolg auf Bundesebene zu werten.

Dies wird auch im saarländischen Bildungsministerium so gesehen, denn Staatssekretär Jan Benedyczuk lud die erfolgreiche Ex-Schülerin jetzt zu einem kleinen Empfang ins Ministerium ein. Dabei wurde auch Amélies Leistung als erfolgreichste saarländische Abiturientin im Abiturjahrgang 2020, ihre Erfolge in anderen Wettbewerben und ihr großes Engagement für die Schulgemeinschaft desStefansberg-Gymnasiums gewürdigt. „Mit Ihrem erneuten Erfolg im Fremdsprachenwettbewerb sind Sie nicht nur eine erfolgreiche Botschafterin Ihrer Schule, sondern auch ein Erfolgsbeispiel und fast schon ein Aushängeschild für das Saarland“ – mit diesen Worten gratulierte der Staatssekretär der Abiturientin zu ihrem Erfolg. Dazu passend bot Benedyczuk an, Amélie Daub bei der Suche nach einem Praktikumsplatz zu unterstützen, bei dem sie ihre Fremdsprachenkenntnisse und ihr Interesse an der Politik vertiefen kann. Denn die 18-jährige aus Rehlingen, die zurzeit ein Pflegepraktikum in einem Krankenhaus absolviert, möchte vor der endgültigen Entscheidung über eine Studienrichtung auch – wenn möglich – ein Praktikum bei einer internationalen Organisation absolvieren. Das Angebot des Staatssekretärs, sie bei der Suche zu unterstützen, nahm sie gerne an.